Abiturienten unterstützen Stolpersteinverlegung für jüdische Familien Lippetals

Die Auseinandersetzung mit der Ausgrenzung, Vertreibung und Ermordung von jüdischen Mitbürgern in der Zeit des Nationalsozialismus ist fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts in allen Schulen des Landes. Die Schülerinnen und Schüler der Lippetaler Geschichtskurse von  Oberstufenleiterin Dorothea Frommann-Roth beschäftigten sich darüber hinaus in den vergangenen Wochen mit den Schicksalen der jüdischen Familien ihrer Heimatgemeinde. Sie ließen es sich darum nicht nehmen, die feierliche Verlegung der Stolpersteine in Hovestadt für die jüdischen Mitbürger Paula Cohn, Rudolf Cohn und Jakob Julius Sommer mitzugestalten und ihre Lebens- und Leidensgeschichten vorzutragen. Gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinde, der Kirchen und den Initiatoren der Steinverlegung, dem Verein für Brauchtum und Heimat, schaute die Jahrgangsstufe 13 dann dem Künstler Gunter Demnig dabei zu, wie er die mit Messing überzogenen Steine in den Boden einließ.

Landessportfest der Schulen 2019/20 Fußball

Lippetalschule zwei Mal beim Finalturnier vertreten

Mit jeweils überzeugenden Vorrundenturniersiegen qualifizierten sich die männlichen Schüler der WK 2 (Jahrgänge 2004/05) und WK 3 (Jahrgänge 2006/07) für die Finalturniere der Kreismeisterschaften.

WK2 landen auf Platz 4

In einem sehr ausgeglichenen Turnier unterlagen die Lippetalschüler jeweils unglücklich in allen drei Spielen im Soester Jahnstadion. Gleich das Auftaktspiel war symptomatisch für den gesamten Turnierverlauf. Im Angriff wurde eine 100%ige Chance nicht genutzt und in der Abwehr führte das Ausrutschen des letzten Verteidigers zum 1:0 für das gastgebende Conrad-von-Soest Gymnasium. Das 2:0 kurz vor Spielende resultierte dann aus einem kollektiven Tiefschlaf der Abwehr bei einem Eckball. Im zweiten und dritten Spiel gegen das Gymnasium Antonianum Geseke und das Evangelische Gymnasium Lippstadt besiegelte jeweils ein individueller Fehler eine 1:0-Niederlage. Auch hier konnte keine der vorhandenen guten Chancen im Angriff genutzt werden.

Unser Spielplan:         09.00 Uhr Lippetalschule – Conrad-von-Soest Gymnasium     0:2

                                   10.50 Uhr Lippetalschule – Gymnasium Antonianum Geseke  0:1

                                   12.10 Uhr Lippetalschule – Ev. Gymnasium Lippstadt              0:1

WK 2

Sebastian Stuckmann, Frederik Joneleit, Julian Gudermann, Mohammed Sohrabi, Richard Emanuel Grigo Boada, Leonard Jaha, Jonas Stockhofe, Moritz Hegemann, Tom Madya, Finn Klages, Justin Schermer, Fabian Löbbe, Maurice Eickhölter, Noah Samel, Till Feldmann, Philip Erber

WK3 Jungen holen Bronze

Auch bei dem Finalturnier der zweitjüngsten Altersklasse war für die Lippetalschule deutlich mehr drin. Schon vor Turnierbeginn beklagten die Coaches Opatzki und Vogt den Ausfall von drei Leistungsträgern aufgrund von Terminüberschneidungen. Im ersten Spiel gegen das Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen erkämpfte sich das zum Großteil aus dem Jungjahrgang 2007 bestehende Team ein verdientes 1:1 Unentschieden. Im zweiten Spiel gegen das Ostendorf-Gymnasium Lippstadt drehte die Mannschaft einen 0:1-Rückstadt binnen vier Minuten in eine 2:1-Führung. Leider fing man sich in der letzten Spielminute den völlig unnötigen Ausgleich, als der Ball nach einer Ecke nicht entschlossen genug geklärt wurde und der Ball im Nachschuss doch noch im Lippetaler Tor einschlug. Im abschließenden Spiel gegen den Ausrichter, das Gymnasium Antonianum Geseke war nun vom Turniersieg bis zum vierten Platz alles möglich. Geseke drückte die Lippetalschüler durch hohes Pressing in die eingene Hälfte zurück; die Lippetalschule kam durch schnelle Konter über die Flügel zu gefährlichen Nadelstichen. Als schon alle mit einem 0:0 rechneten, fiel ein drei Minuten vor Spielende die Entscheidung im Spiel. Nach einer klaren Abseitsstellung auf dem rechten Flügel lief das Spiel weiter, die darauffolgende Flanke in den Strafraum der Lippetaler erreichte einen Geseker Spieler, der plötzlich fiel. Nach lautem Protest der Geseker Bank entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. 1:0 für Geseke. Jetzt warfen die Herzfelder alles nach vorne und kassierten mit dem Schlusspfiff noch einen Konter zum 0:2.

Unser Spielplan:         09.35 Uhr Lippetalschule – Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen  1:1

                                   10.50 Uhr Lippetalschule – Ostendorf-Gymnasium Lippstadt       2:2

                                   11.30 Uhr Lippetalschule –  Gymnasium Antonianum Geseke     0:2

Für die Lippetalschule spielten:

WK 3

Arne Berglar, Shiar Khalil, Sebastian Meichsner, Niklas Stengel (TW), Theo Kuznik, Lennart Koch, Finn Duventester, Aaron Fischer, Felix Weber, Luca Allebrodt, Niklas Hegemann, Sebastian Jäker, Timo Kindel, Florestan Fontana

Soester Stadtlauf 2019

Die Lippetalschule war beim 29. Soester Stadtlauf am 06.10.19 mit laufbegeisterten Schülerinnen und Schülern wieder einmal gut vertreten.

In der Distanz von 1,425 km traten 14 Teilnehmer an. Davon belegte bei der U14 Pina Wienke (7c) den 3. Platz mit einer Zeit von 6:14 min. Den 2. Platz erreichte Louis-Ulrich Friedrichs (6d) mit 5:26 min.

Die Strecke von 4 km nahmen sich 9 Teilnehmer vor. Den 3. Platz erhielt Meret Hagedorn (EF) bei der U18 mit einer Zeit von 21:54 min. Den 1. Platz sogar errang bei der U16 Muslim Shomatov (8e) in einer Zeit von 17:54 min.

Allen Läuferinnen und Läufern danken wir für ihren Einsatz und gratulieren zur erfolgreichen Teilnahme!

Sicherheitstraining und Brandschutz

Die Jahrgangsstufe 5 hat sich unter dem Oberthema Prävention u.a. mit dem Brandschutz beschäftigt. Der Berufsfeuerwehrmann Heiko Eigenbrodt von der Feuerwehr Dortmund hat in einem Sicherheitstraining den Kindern gezeigt, wie schnell Qualm in einem Raum entsteht, wie unterschiedlich die Materialien brennen und sich ein Feuer ausbreitet. Die Kinder haben gelernt, welche Vorsichtsmaßnahmen in der Schule und zu Hause wichtig sind und wie sie sich bei einem Brand verhalten sollen. Das Highlight war das Löschen eines Feuers mit einem Feuerlöscher, das aber immer die Aufgabe eines Erwachsenen ist, so betone es der Feuerwehrmann. Die Kinder durften zum Abschluss den Feuerlöscher ausprobieren. Es waren zwei ereignisreiche und aufregende  Tage in der Lippetalschule. Nun kann der Probealarm kommen, die Fünfer sind gerüstet!

Impressionen von der Projektwoche

In der letzten Woche vor den Ferien fand an unserer Schule zum ersten Mal eine Fahrten- und Projektwoche statt. Die Themen der Projekte waren beispielsweise im Jahrgang 6 das Fliegen und im Jahrgang 9 der Klima- und Umweltschutz.

Merhaba, welcome to Amasya! – Lippetalschule wieder auf internationalen Wegen unterwegs

Bereits zum dritten Mal hatten fünf Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 8 die Gelegenheit, im Rahmen des aktuellen Erasmus + – Projektes der Lippetalschule an einem einwöchigem europäischen Schüleraustausch teilzunehmen. Anfang Oktober führte die Reise in den hohen Norden der Türkei nach Amasya. Lea Schulze, Louisa Wiemer, Melissa Cira, Elias Seidenkranz und Luca Bonkhoff tauchten gemeinsam mit den Lehrkräften Frau Albert und Herr Vogt ein in die Kultur eines Landes, das für seine große Gastfreundschaft berühmt ist. Und genau diese stand im Mittelpunkt der vielfältigen Eindrücke, die das Projekt-Team während des gesamten Aufenthalts sammeln durfte. Untergebracht in Gastfamilien lernten die Teilnehmer schnell die Lebenswelt und Traditionen einer für sie komplett neuen Kultur kennen und sammelten so wertvolle Erfahrungen für ihre eigene Lebenswelt.

Diese Reise war aber nicht allein eine deutsch-türkische Begegnung, denn vor Ort trafen sich die Projektmitglieder der insgesamt sechs europäischen Partnerschulen, um gemeinsam vor Ort die bereits einjährige Zusammenarbeit erfolgreich fortzusetzen.

Um junge Menschen für Europa zu begeistern und ihnen zu interkulturellen Begegnungen zu verhelfen, fördert das EU-Programm Erasmus+ jährlich Partnerschaftsprojekte im Schulbereich. Es ermöglicht auf diese Weise jedoch nicht nur einen internationalen Austausch, sondern auch die gemeinsame Arbeit an aktuellen und lebensweltrelevanten Fragestellungen junger Menschen. So beschäftigen sich insgesamt 24 Schüler und Schülerinnen der Lippetalschule mit gleichaltrigen Projektpartnern aus Polen, Italien, Schweden, Portugal und der Türkei regelmäßig mit der Frage, wie man mithilfe von digitalen Medien und Werkzeugen („Tools“) nicht nur wie üblicherweise seine Freizeit gestalten, sondern Toleranz untereinander schaffen und Missverständnisse vermeiden kann: TOOLeranz in Europa. In der Türkei stand das Thema „We are all different“ im Mittelpunkt der Arbeit. Bereits im Vorfeld hatten die Schüler/innen aller Nationen digitale Poster entwickelt, in denen sie die Unterschiede der Partnerländer in punkto Traditionen und Lebensweisen untersucht hatten. Diese wurden in einem gemeinsamen Workshop in Amasya vorgestellt und diskutiert.

Des Weiteren galt es natürlich Land und Leute genauer kennenzulernen. Auf zahlreichen Exkursionen wurde nicht nur der hübsche Gastgeberort Amasya mit seinem Schloss und Königsgräbern erkundet, sondern auch historische Museen und beliebte Reiseziele der Region, wie etwa die Höhle von Ballica oder der Boraboy See. Ein Höhepunkt im Programm war dabei sicherlich das Pflanzen eines Baumes. In den Bergen von Amasya pflanzten die Projektteilnehmer mehr als 50 Bäume, versehen mit ihren Namen, um auf diese Weise eine Symbol für den Fortbestand von Toleranz zwischen allen Nationen zu schaffen. Aber auch das kulinarische Verwöhnprogramm eines jeden Tages ließ keine Wünsche offen und konnte viele neue Fans für die türkische Küche, allem wohl für die berühmten Süßspeisen,  für sich gewinnen.

Nach einer herzlichen Abschiedsparty war es dann nach fünf Tagen Aufenthalt schon wieder Zeit für die Abreise. Dies geschah mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn viele neue Freundschaften waren geschlossen worden und der Aufbruch kam am Ende zu früh. Doch tröstend ist für alle Teilnehmer, dass es ein baldiges Wiedersehen geben wird: Im Februar 2020 bricht das Erasmus-Team auf nach Rom, um der italienischen Partnerschule einen Besuch abzustatten. Und im Rückreisegepäck wird auch dann, genau wie auf der Rückkehr aus der Türkei, die Erkenntnis stecken, dass die Menschen trotz all ihrer Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten haben, die sie verbinden: Das Pflegen von Traditionen im Einklang mit einer weltoffenen Lebenseinstellung.