Nachdem die Gesamtschule Lippetal schon seit Jahren erfolgreich mit dem Konzept der Firma Berger Antigewalt- und Coolness Training arbeitet und durch ein einheitliches Gewaltpräventionskonzept den Kindern Klarheit und Sicherheit gibt, unterstützt sie nun auch die Ausbildung von pädagogischen Fachkräften.
„Wir möchten etwas zurückgeben und den Fachkräften, die sich zur „Fachkraft Gewaltprävention“ ausbilden lassen, zeigen, wie es in der Praxis funktioniert“, so die Leitung Herr Zajac.
Das Kredo „Aus der Praxis für die Praxis“ steht bei dieser Zusatzqualifikation im Vordergrund.
Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen und andere pädagogische Fachkräfte begeben sich in einem intensiven Selbsterfahrungsprozess auf den Weg hin zur Gewaltprävention in ihren Einrichtungen. Sie erarbeiten die Ursachen von Gewalt, setzen sich mit ihrem eigenen Konfliktstil auseinander und bekommen ein großes Angebot an Handwerkszeug im Umgang mit Konflikten. Nach 3 Modulen à 2 Tagen dürfen sie sich „Fachkraft Gewaltprävention“ nennen.
Auch die Gesamtschule Lippetal hat Kollegen diese Ausbildung ermöglicht. So sind diese in der Lage, Coolness-Trainings in den Klassen durchzuführen und neue Kollegen in der professionellen gewaltfreien Konfliktbewältigung zu schulen. Diese Form der Nachhaltigkeit zeigte sich auch, als im März 20 Fachkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung bei dem Coolness-Training in der Lippetalschule zuschauten. Sie waren begeistert, welche Klarheit und Wertschätzung in dieser Schule herrscht. „Man kommt rein und spürt, hier herrscht keine Willkür. Die Ampel hängt in jedem Klassenraum und alle Erwachsenen ziehen an einem Strang“, so eine Fortbilderin.
Auf diese Weise fördert die Lippetalschule nachhaltig den respektvollen Umgang miteinander.
Lippetal – Großer Gratulations-Bahnhof im „Beförderungsraum“ der Lippetalschule. Direktor Erich Zajac überreichte offiziell die Ernennungsurkunden an seinen neuen ständigen Stellvertreter, Volker Wendland, und an die Leiterin der Oberstufe, Dorothea Frommann-Roth. Bürgermeister Matthias Lürbke und Schulamts-Leiterin Stephanie Grabenschröer von der Gemeinde Lippetal gratulierten den frisch beförderten Pädagogen und freuten sich, dass diese Posten besetzt werden können.
Direktor Zajac gratulierte im Beisein von Kollegen, Schüler- und Elternvertretern und attestierte beiden Beförderten an „diesem besonders schönen Tag“, dass sie keine leichten Aufgaben vor sich haben. Als Stellvertreter und Organisatorischer Leiter sei Volker Wendland in einem schwierigen Job. Das Aufgabengebiet sei unendlich groß und es sei schwer, es allen recht zu machen. Dorothea Frommann-Roth bescheinigte Zajac, bei der Organisation der Oberstufe, einem „zuvor unbeachteten Gebiet“, Marathon-Arbeit geleistet zu haben. Jetzt gelte es im Endspurt die Vorbereitungen für das Abitur zu meistern.
Volker Wendland (seit 2015) und Dorathea Frommann-Roth (2016) gehören schon länger zum pädagogischen Team der Gesamtschule in Lippetal. Wendland ist seit 2003 im Schuldienst tätig. Im Sommer 2015 ließ er sich an die Lippetalschule versetzen, um am Aufbau der Schule in der Gemeinde mitzuwirken, in der er auch lebt.
Dorothea Frommann-Roth stammt aus Hagen und lebt in Hamm. Seit dem 1. Mai ist sie nun offiziell erste Leiterin der neuen Sekundarstufe II an der Lippetalschule.
(Soester Anzeiger, 06.05.18)
Am Mittwoch, dem 25.4.2018 lud die Hannah-Arendt-Gesamtschule in Soest im Rahmen der europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ zu einem Zeitzeugengespräch ein. Im Rahmen des Themas „Energie – Atomkraft – vertretbares Risiko?“ nahm der Erdkundekurs der Einführungsphase (21 Schüler) mit Frau Martin an diesem von einer Dolmetscherin übersetzten Gespräch teil, in dem zwei Japanerinnen aus Fukushima in eindrücklichen Worten ihre Flucht nach dem Supergau schilderten. Beindruckend berichteten sie über ihre persönlich verschiedenen Lebenswege, die sich aus diesem dramatischen Lebenseinschnitt für ihre Zukunft ergaben.
In einer anschließenden Fragerunde bot sich den Schülern die Möglichkeit, Fragen an die beiden Zeitzeuginnen zu stellen: Persönlich fühlbare Lebensveränderungen der Frauen waren dabei genauso Thema wie die politische Einflussnahme durch die japanische Regierung sowie das Vertrauen der Bevölkerung sowohl in diese Energieform als auch die Regierung.
Den Schülern des Erdkundekurses bot sich mit diesem Besuch ein authentisches, kritisches Bild zweier Supergauzeuginnen zu einer Energieform, die unser aller Leben momentan ermöglicht, von der jedoch eine unbeherrschbare Gefahr auch bei uns und unseren europäischen Nachbarländern ausgeht.
Die passende Ausrüstung haben Kay (li.) und Jule (re.) schon einmal dabei. Bezirksschornsteinfeger Oliver Stangier (2. v. re.) und Schornsteinfegergeselle
Witten. Kay (11) und Jule (11) begleiten Schornsteinfeger Oliver Stangier. Handwerksberuf wird immer technischer und stellt viele Anforderungen.
Normalerweise klingeln Bezirksschornsteinfeger Oliver Stangier und sein Mitarbeiter immer im Doppelpack an den Haus- und Wohnungstüren der Wittener. Am Mittwoch allerdings hatten die beiden zwei weitere kleine Glücksbringer dabei. Kay und Jule (11) schnupperten beim Girls’ Day einen Tag lang in den traditionellen Handwerksberuf herein und stellten fest: Die Arbeit eines Schornsteinfegers kann eine Menge Spaß machen.
Vor allem, wenn es an geheimnissvolle Orte geht, zu denen nicht jeder Zutritt hat. Wie der alte Holzdachboden von Schloss Steinhausen. Ob der Kamin dort oben auch gereinigt wird, damit Gespenster durch ihn ein- und ausschweben können? Vielleicht. Auf jeden Fall sei es „richtig spannend“, wie Kay versichert. Die Elfjährige und ihre beste Freundin möchten später eigentlich mal „was mit Tieren machen, am liebsten mit Pferden“, verraten sie. „Wenn das nicht klappt, wäre Schornsteinfeger aber auch was“, ist sich Kay sicher. „Nur auf den Bürokram hätten wir keine Lust“, ergänzt Jule.
Tatsächlich müssen die Männer und Frauen in schwarz schon lange weit mehr drauf haben, als alte Schlote mit Stoßbesen und Schultereisen vom Ruß zu befreien. Em-issionsmessungen und die Überprüfung von Feuerstätten (z.B. Heizungsthermen) gehören ebenfalls zum Tätigkeitsbereich der modernen Schornsteinfeger und erfordern eine Menge Fachwissen. „Der Beruf hat sich sehr technisiert und ist nicht mehr der schmutzige Handwerksberuf von früher. Die harte körperliche Arbeit ist weniger geworden“, sagt Oliver Stangier. Das sei ein Grund dafür, dass zu seinen Arbeitskollegen auch immer mehr Frauen zählen, meint er.
Vielleicht starten in einigen Jahren ja zwei neue angehende Schornsteinfegerinnen ihre Ausbildung. Drei Jahre dauert die. Danach stehen Gesellen- und Meisterprüfung an. Für Kay und Jule ist das immerhin eine Option. Allerdings ohne Bürotätigkeiten. „Die würde ich für die beiden dann übernehmen“, flachst Stangier. Nur die Pferde könnten dem Vorhaben dann noch einen Strich durch die Rechnung machen.
Bei der diesjährigen Regionaltagung des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ in Iserlohn am 7. März 2018 wurde unserer Schule als einer der neuen Netzwerkschulen von Frau Silke Hinz (Dezernentin für Individuelle Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg) persönlich die Plakette Zukunftsschule für das Schulgebäude übergeben. Vertreten wurde unsere Schule durch Frau Dorothea Frommann-Roth (Abteilungsleiterin der gymnasialen Oberstufe).
Das Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ unterstützt Schulen bei der Netzwerkarbeit im Bereich der Individuellen Förderung, regt Kooperationen auf regionaler und überregionaler Ebene an, fördert mit thematischen Angeboten Unterrichts- und Schulentwicklung und stellt im Sinne der Verankerung der Individuellen Förderung die Ergebnisse der Netzwerkarbeit allen Schulen Nordrhein-Westfalens zur Verfügung.
Silke Hinz und Dorothea Frommann-Roth