Vom 9. bis 15. März reisten fünf Schülerinnen des Jahrgangs 10 im Rahmen des Neigungsfachs Erasmus+ nach Potenza in Süditalien. Im Laufe des Schuljahres sammeln die Teilnehmenden internationale Erfahrungen, nehmen Gäste auf und arbeiten gemeinsam an Projekten mit Partnerschulen in Europa.
Unsere Reise begann früh am Morgen um 8 Uhr in Hamm. Von dort fuhren wir gemeinsam mit dem Zug nach Düsseldorf und flogen anschließend über München weiter nach Neapel. Der Flug verlief reibungslos, wobei zwei Schülerinnen zunächst ihren Personalausweis vergessen haben. In Neapel, der lebhaften Hafenstadt am Fuße des Vesuvs und Geburtsort der Pizza, legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein und stärkten uns stilecht mit einer original italienischen Pizza. Danach ging es mit dem Bus weitere zwei Stunden bis nach Potenza.
Am nächsten Morgen lernten wir zunächst unsere Partnerschule kennen und erhielten spannende Einblicke in das italienische Schulsystem. Beim anschließenden Kennenlernprogramm wurde viel gelacht und getanzt, was sofort für eine offene und herzliche Atmosphäre sorgte. Am Nachmittag entdeckten wir Potenza bei einer digitalen Stadtrundführung. Die auf einem Bergrücken gelegene Hauptstadt der Region Basilikata beeindruckt mit engen Gassen, historischen Gebäuden und weiten Ausblicken über die umliegende Landschaft.
Am zweiten Tag unternahmen wir einen Ausflug in das kleine Bergdorf Anzi. Dort besuchten wir das Planetario di Anzi, eines der modernsten Planetarien Süditaliens, und lernten in einer eindrucksvollen Vorführung viel über Sterne, Planeten und die Weiten des Universums. Anschließend bestaunten wir eine kunstvoll gestaltete Weihnachtskrippe, das Presepe Poliscenico Stabile di Anzi, das zu den größten und detailreichsten Krippendarstellungen Europas zählt.
Der dritte Tag war für viele ein besonderes Highlight: Wir fuhren nach Matera, eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt. Berühmt ist Matera vor allem für die faszinierende Höhlensiedlungen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Beim Rundgang durch die historische Altstadt fühlten wir uns wie auf einer Reise in die Vergangenheit. Anschließend nahmen wir an einem Brot-Workshop teil und erfuhren, wie das traditionelle Hartweizenbrot der Region seit Jahrhunderten hergestellt wird.
Am vierten Tag führte uns unser Ausflug nach Avigliano. Während einer Stadtführung lernten wir die lange und bewegte Geschichte der Stadt kennen, die für ihr traditionelles Handwerk und ihre Trachten bekannt ist. Ein besonderes Erlebnis war eine Aufführung mit traditionellen italienischen Tänzen und Musik, die uns die regionale Kultur auf lebendige Weise näherbrachte.
Die Erasmus+-Woche war für alle Beteiligten eine außergewöhnlich bereichernde Erfahrung. Wir entdeckten neue Orte, lernten Traditionen kennen, knüpften internationale Freundschaften und stärkten unsere Partnerschaften in Europa – Erinnerungen, die sicher noch lange bleiben werden.





