Lernkompetenztraining

Methodische und soziale Lernziele wie Methodenkompetenz, Erziehung zur Selbstständigkeit und Teamfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich und andere sind wichtig für den Erwerb von Fachwissen.

– selbstständige Lernorganisation
–  Förderung der Teamfähigkeit
–  regelmäßige Lernkompetenztage

Lernkompetenztraining bedeutet in diesem Zusammenhang, konkrete Techniken einzuüben, mit denen Schüler ihr Lernen selbst in die Hand nehmen und organisieren können. Sie lernen z. B. selbstständig Informationen zu beschaffen, zu erfassen, zu verarbeiten und zu präsentieren. Bereits in der ersten Schulwoche der Jahrgangsstufe 5 beginnen die Klassenlehrer mit dem gezielten Training. Die Schüler lernen, wie sie sich ihren Arbeitsplatz sinnvoll gestalten, optimale Arbeitsbedingungen für die Erledigung ihrer Aufgaben herstellen und sich effektiv auf Klassenarbeiten vorbereiten.

Lernkompetenzcurriculum

Einen wesentlichen Stellenwert nimmt auch die Förderung der Teamfähigkeit ein. Dabei steht die Vermittlung und Einübung von Regeln zur Partner- und Gruppenarbeit sowie von Gesprächs- und Diskussionsregeln im Vordergrund. Die Lippetalschule erarbeitet ein für jede Jahrgangsstufe aufbauendes  Lernkompetenzcurriculum, das in Projekttagen vermittelt wird. Die Lernkompetenzen werden von den Klassenlehrern in ihrer Klasse eingeführt und erarbeitet.

Das Material für die Durchführung der Lernkompetenztage wird von einer Arbeitsgruppe zusammengestellt und den Mitgliedern des jeweiligen Jahrgangs vor dem entsprechenden Projekttag vorgestellt.

Nach dem Einführungstag können die einzelnen Methoden prinzipiell in allen Fächern angewendet werden. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Methodenerwerbs ist pro Halbjahr und Schwerpunkt zusätzlich jeweils ein Fach festgelegt, das die Vertiefung und Anwendung im Halbjahr der Methodeneinführung hauptverantwortlich übernimmt, und ein weiteres Fach, das die Methode im darauf folgenden Halbjahr pflegt und an ein konkretes Unterrichtsvorhaben knüpft. Die Schüler führen eine Lernkompetenzmappe, in der sie im Verlauf der Schulzeit alle Bausteine sammeln, auf die sie immer wieder zurückgreifen können.

Das Lernkompetenzcurriculum, die einzelnen Bausteine sowie ihre Wirksamkeit werden regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt. Die Arbeitsgruppe steuert diesen Prozess und unterstützt die Teams bei der Arbeit mit dem Lernkompetenzcurriculum.

Die Methodenbausteine der Sekundarstufe II, die inhaltlich auf denen der Sekundarstufe I aufbauen und insbesondere auf selbstständiges und wissenschaftspropädeutisches Arbeiten ausgerichtet sind, werden in Workshops oder an Projekttagen bzw. in Projektwochen erarbeitet. Die dafür benötigten Materialien erstellt das Oberstufenteam. Die Sicherung der Nachhaltigkeit erfolgt wie in der Sekundarstufe I durch Vertiefung in einzelnen Fächern oder durch die Anwendung bei bestimmten Anlässen wie z.B. der Facharbeit.