Zeitungsartikel: Soester Anzeiger (06.06.2019)

Im Bürgersaal von Haus Biele lassen sich Schüler der Lippetalschule zu Medien-Scouts ausbilden. Im Stuhlkreis diskutieren sie mit den Experten Kornelia Witt und Burkhard Pukrop. – Foto: Dülberg
Lippetal – Facebook, Whatsapp und Instagram gehören für die Schüler der Lippetalschule zum Alltag. Wo es erlaubt ist, nutzen sie die sozialen Netzwerke, um die neuesten Informationen und Erlebnisse auszutauschen. In einem dreitägigen Präventions-Projekt bilden sich nun 16 Neuntklässler zu Medienscouts fort. Sie sollen das erworbene Wissen über das Internet und seine Gefahren an jüngere Schüler weiter geben.
„Wir haben sehr viel darüber gelernt, worauf man im Internet achten soll. Zum Beispiel auf Datenschutz, persönliche Rechte und Mobbing und was die Konsequenzen sein können“, sagt die 15-jährige Projektteilnehmerin Maria Vester. Pia Einhoff (15) ergänzt: „Ich finde die Medienscouts gut, da man als Schüler jüngere Mitschüler viel besser erreicht als die Lehrer und es auch wichtig ist, die Erfahrungen weiter zu geben.“ Und Kyra Susanne Vogt meint: „Mir machen diese drei Tage Ausbildung sehr viel Spaß. Außerdem lerne ich immer mehr dazu, mich im Internet zu schützen und welche Gefahren hier lauern.“
Wann wird die Grenze zur Beleidigung überschritten, wann werden beim Teilen von Fotos oder Texten Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte verletzt? Darüber sollen gerade die jungen Nutzer Bescheid wissen. Das Team Sozialpädagogen mit Silke Feldmann und die Lehrerin Verena Brauner haben deshalb das Projekt „Medienscouts“ an der Gesamtschule ins Leben gerufen. Die 16 Schüler, die nun mitmachen, haben sich alle freiwillig gemeldet.
Feldmann und Brauner begleiten jetzt auch das Projekt im Bürgersaal von Haus Biele. Als Referenten zu den Themen Datenschutz, Privatsphäre, Social-Communities und Cyber-Mobbing haben sie Kornelia Witt vom Gesundheitsamt des Kreises Soest und Kommissar Burkhard Pukrop von der Abteilung Kriminalprävention der Kreispolizei gewonnen.
Pukrop beschäftigt sich seit einigen Jahren unter anderem mit den Themen Gewalt, Sucht und Sicherheit im Medienalltag. Er vermittelte den Kursteilnehmern diesmal pädagogisch, wie man beim Chatten und Posten weniger schnell zum „Opfer“ wird. Und auch, wie man verhindern kann, durch Unwissenheit zum Täter zu werden. Er klärte auch über die Konsequenzen wie Strafbefehle, Schadensersatz und Schmerzensgeld auf.
Nach der Qualifizierung werden sich die neuen Medien-Scouts regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen.
Später sollen sie besonders in den sechsten Klassen der Schule eingesetzt werden, um dort ihre erworbene Medienkompetenz zu vermitteln. Denn die Organisatoren gehen davon aus, dass Schüler leichter Zugang zueinander finden und den Rat ihrer Mitschüler eher akzeptieren, als den erhobenen Zeigefinger ihrer Lehrer. – dümi
Der Soester Anzeiger berichtet aktuell über die Lippetalschule
Schulkonferenz der Lippetalschule für Überführung in Gesamtschule (12.11.2015)
Politik: Lippetalschule soll Gesamtschule werden (19.11.2015)
Rat beschließt einstimmig die Gesamtschule (24.11.2015)
Aktueller Bericht aus „Die Glocke“
Einstimmig die Gesamtschule beschlossen (19.11.2015)
Ab sofort steht hier der Elternbrief Nr. 3 zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ diskutierten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 der Lippetalschule in den vergangenen Wochen im Fach Gesellschaftslehre über Meinungs- und Pressefreiheit. Die Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker anlässlich des 40. Jahrestages des Kriegsendes war ebenfalls Teil einer „Aktuellen Stunde“. Er hatte bereits vor Jahrzehnten insbesondere die jüngeren Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen.
Kein Wunder also, dass die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a mit ihrem Lehrer Dr. Ulrich Vedder in diesem Zusammenhang auf ein Land stießen, in dem Freiheit und Selbstbestimmung nicht existieren und in dem sich in zwei Wochen ein besonderer Tag jährt.
Am 10. März 1950 besetzte China gewaltsam Tibet und in den mittlerweile 65 Jahren der Unterdrückung starben 1,2 Mio. Tibeter durch Verfolgung und Folter, fast 6.000 tibetische Klöster wurden zerstört, eine ganze Kultur droht auszusterben. Für Tibeter, die der Religion des Buddhismus anhängen, ist Gewaltfreiheit das oberste Gebot. Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, betont dies immer wieder. Doch die Chinesen verbieten den Tibetern nicht nur ein Foto ihres Dalai Lama zu besitzen, sondern sie dürfen auch nicht die Flagge Tibets zeigen. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zur-Schau-Stellung werden von der chinesischen Regierung hart bestraft.
Ab August 2015 wird neben Englisch, Französisch und Spanisch auch Latein an der Gemeinschaftsschule angeboten.
Die Lippetalschule ergänzt ihre Unterrichtsfächer im Bereich Fremdsprachen zum kommenden Schuljahr 2015/16 um eine weitere Sprache. Neben Englisch, das bereits ab Klasse 5 als erste Fremdsprache aus der Grundschule fortgeführt wird, besteht nun für die Schüler/innen ab der kommenden Klasse 6 für die zweite Fremdsprache die Wahlmöglichkeit zwischen Französisch und Latein. Mit diesem Schritt komplettiert die Lippetalschule ihr Fremdsprachenangebot weiter und entspricht damit auch den Anfragen von Eltern, die sich eine neigungsentsprechende Sprachenauswahl für ihre Kinder ab Klasse 6 gewünscht haben.
Die zweite Fremdsprache ist an der Lippetalschule fester Lehrplan- Bestandteil des Gymnasialzweigs ab Klasse 7 und wird hier mindestens bis zum Ende der Klasse 10 fortgeführt, während sie im Gemeinschaftszweig auf Wunsch der Schüler im Wahlpflichtbereich fortgesetzt werden kann, aber nicht muss. Besonders sprachenbegeisterte Gymnasialzweig-Schüler haben ab Klasse 8 außerdem die Möglichkeit, mit Spanisch eine dritte Fremdsprache im Wahlpflichtbereich als ein weiteres Hauptfach zu erlernen.
Auf diese Weise ist die Lippetalschule nun in der Lage, in Zeiten eines zusammenwachsenden Europas nicht nur drei moderne, europäische Sprachen vermitteln zu können, sondern deckt mit der Einführung des Unterrichtsfachs Latein auch das Erlernen einer klassischer Bildungssprache ab, die nach wie vor als eine wichtige Grundlage für die spätere Ausbildung in einer Vielzahl von akademischen Berufen angesehen wird.